Folge 29 - Freiheit und Grenze

Shownotes

Genesis wird hier nicht erklärt. Sie wird gelesen, damit sie geschieht.
Genesis, 2,15-17 Septuaginta - hörbar entfaltet.

Und es zeigt sich:

Der Mensch wird in den Garten gesetzt.
Nicht als Besitzer - als Hüter.

Zu bebauen.
Zu bewahren.

Und es zeigt sich:

Freiheit ist da - doch auch Grenze.

Von allem darfst du essen - von einem nicht.

Und es zeigt sich:

Leben braucht nicht nur Weite.
Es braucht Mass.

Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen!

00:00:03: Mein Name ist Dagmar Abdelrahim.

00:00:08: In Genesis in Vivo wird die Schrift nicht erklärt, sie geschieht.

00:00:17: Wir hören die Genesis nicht als Geschichte sondern als Bewegung des Lebens.

00:00:28: In diesem Podcast lesen wir die Bibel nicht Um sie zu verstehen, wir lesen Sie um sie erfahrbar werden zu lassen.

00:00:42: Du musst nichts verstehen du musst nix wissen.

00:00:47: du kannst einfach zuhören und vielleicht geschieht etwas in dir.

00:00:58: Wir gehen gemeinsam Schritt für Schritt durch die Genesis.

00:01:05: wenn du möchtest kannst du bleiben.

00:01:09: Heute alles ist da eines nicht, ankommen!

00:01:20: Vielleicht kennst Du das?

00:01:23: Es ist vieles da Möglichkeiten Wege Raum Und doch bleibt etwas stehen Ein Punkt eine Grenze ein Nein Nicht als Strafe, sondern als Schwelle.

00:01:50: Vielleicht zeigt sich Leben nicht nur in dem was offen ist, sondern auch im dem was nicht genommen wird.

00:02:04: Vielleicht ist nicht nur das Ja ein Teil des Lebens.

00:02:10: vielleicht gehört auch das Lassen dazu.

00:02:17: höre nun die Worte der Schrift und Gott nahm den Menschen, und setzte ihn in den Garten Eden.

00:02:29: Ihn zu bearbeiten und ihm zu bewahren!

00:02:36: Und Gott gebot dem Menschen von allen Bäumen des Gartens darfst du essen.

00:02:45: vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag da du davon ist, wirst du sterben.

00:03:01: Verweile hier!

00:03:06: Der Mensch wird genommen – nicht vergessen, nicht verloren, sich selbst überlassen genommen gesetzt, in den Garten, in das Lebendige.

00:03:29: In das was wächst, in dass was trägt!

00:03:35: Er ist dort nicht als Fremder, Nicht als Besitzer, nicht als Herrscher Sondern als Einer der da isst Da um zu bearbeiten Da, um zu bewahren.

00:03:58: Zu berühren ohne zu zerstören.

00:04:02: Zu bewegen ohne zu missbrauchen.

00:04:07: Zu leben ohne alles an sich zu ziehen.

00:04:13: und dann kommt das Wort Von allen Bäumen darfst du essen Alles ist da Fülle ist da Nahrung ist da Raum ist da, Freude ist da.

00:04:30: Es fehlt nicht!

00:04:33: Es mangelt nicht – es ist gegeben.

00:04:38: Um mitten in diese Fülle tritt eines Ein Baum eine Grenze ein.

00:04:49: Nein Nicht alles muss genommen werden Nicht Alles muss geöffnet werden Nicht alles muss gewusst werden, nicht alles muss berührt werden.

00:05:07: Vielleicht liegt gerade darin Würde dass der Mensch wählen kann das der Mensch lassen kann.

00:05:20: Das Freiheit nicht heißt Alles tun Sondern entscheiden können.

00:05:31: Das Reife nicht heißt alles Besitzen, sondern etwas Stehen lassen können.

00:05:40: Der Mensch steht nicht im Mangel – er steht in Fülle und gerade dort erscheint die Grenze!

00:05:51: Nicht gegen ihn, sondern für ihn.

00:05:58: damit Leben, Leben

00:06:00: bleibt.".

00:06:01: damit Beziehung, Beziehungen bleibt.

00:06:06: Damit sein nicht besitz wird.

00:06:11: Damit Gabe, Gabe bleibt.

00:06:14: Vielleicht kennst du das?

00:06:17: Dass gerade das was du nicht greifen kannst deine Aufmerksamkeit bindet.

00:06:24: Dass gerade dass nein Unruhe macht!

00:06:29: Dass gerade die Grenze etwas in Bewegung setzt.

00:06:34: Und doch, nicht jede Grenze ist feind!

00:06:39: Manche Grenze bewahrt, manche Grenz schützt, manke Grenze hält offen was sonst verloren ginge.

00:06:53: Vielleicht steht der Mensch hier zum ersten Mal vor sich selbst?

00:06:58: Nicht vor dem Baum, vor sichselbst... Was tue ich mit dem was mir gegeben ist.

00:07:08: Was tu ich mit dem, das mir nicht gehört?

00:07:12: Was tu' ich mit der Freiheit die Ich habe?

00:07:21: Bleib noch einen Moment!

00:07:25: Alles is da vielleicht mehr als du siehst und vielleicht ißt auch das Nein nicht gegen dich sondern für etwas das Leben will.

00:07:40: wenn Du möchtest kannst du bleiben und vielleicht geschieht etwas in dir.

00:07:48: Wir gehen diesen Weg weiter Schritt für Schritt Atemzug für Atemzug.

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